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Februar 26th, 2009 | Author: Petra

Pünktlich um 10 Uhr zur Beginn der Messe Reise + Camping in Essen standen wir gestern vor den Toren der Halle 12 und warteten auf den Einlass. Da es sich um eine Consumer Messe handelt, bestand das Publikum aus ganz normalen Leuten und zwar, an diesem Mittwoch Morgen, zu großen Teilen aus Rentnern. Am Wochenende werden sicher jüngere Leute und Familien dominieren.

Wir wollten Marketing-Leute treffen und ihnen anbieten, Blogs für sie zu betreuen. Wir hatten eine Liste mit Ausstellern diverser Destinationen rund um unseren Standort Köln vorbereitet. Schließlich sollen nicht alle unsere Blog-Beiträge am Rechner entstehen, wir wollen uns vor Ort von den Freizeitangeboten auch ein Bild machen können und dann darüber berichten.

Reise + Camping 2009 Messe in Essen

Reise + Camping 2009 Messe in Essen

Viele der Firmen hatte meine Kollegin schon angesprochen und wir kennen bereits die Gesprächspartner. Einigen haben wir auch Info-Material zugeschickt. Leider ist kaum jemand bisher dazu gekommen, es auch in Ruhe durchzulesen. Ob man denn weiß, was ein Blog ist, wollen wir dann erstmal wissen. Meistens ist die Antwort ein “Nein”. Jedoch, der eine oder andere ist dabei, der gerade eine Fortbildung zum Thema Online-Marketing gemacht hat oder sich sowieso mit dem Internet stark beschäftigt - da ist ein Blog dann ein Begriff. Je nach Vorkenntnissen beschreiben wir dann, wie ein Blog aussehen kann, was er leistet und warum er wirksam ist (Stichworte: spricht nur die richtige Zielgruppe an und das durch RSS-Feeds auch dauerhaft, durch viele long tail keywords mehr Besucher auf der Website, durch ständige Aktualisierung bessere Google-Platzierung, durch Bekanntmachung und Vernetzung in der Blogosphäre positive Rezeption und mehr Besucher).

Die Reaktion können wir nicht immer deuten. Manche sind interessiert und tatsächlich ist niemand dabei, der uns bittet, ihn mit dem Thema zu verschonen. Alle, selbst die, die ganz skeptisch wirken, wollen mehr Informationen per E-Mail bekommen.

Ein Problem der Damen (denn mit wenigen Ausnahmen sprechen wir nur mit Frauen) ist, dass sie befürchten, noch eine weitere Baustelle aufzumachen, die ihnen viel Arbeit bereitet. Auch unsere Beteuerungen, dass wir ja Journalistinnen mit langjähriger Erfahrung sind und somit - soweit gewünscht - auch komplett ohne Unterstützung unsere Artikel planen, recherchieren und schreiben können, scheinen nicht recht auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Dabei sehen wir genau das als Teil unserer Aufgabe. Oft werden Dachverbände oder größere Organisationen von den kleinen Anbietern mit Informationen überschwemmt - diese Angebote, Infos und Meldungen sollen möglichst in Prospekten erscheinen und natürlich auf die Website eingepflegt werden. Letzteres findet bei den meisten Destinationen leider gar nicht statt. Hier werden die Internet-Auftritte zwei oder vier Mal im Jahr aktualisiert, sonst sind es statische Seiten.

Wir übernehmen mit dem Blog aber auch gern die Redaktion für solche Informationen. Wir sichten das Material, machen Kurzmeldungen oder längere Artikel daraus und pflegen diese in den Blog ein. Ein enorme Arbeitserleichterung für die Marketing-Abteilung und der positive Effekt, dass tatsächlich alle interessanten Informationen auf der Website landen. Und bisher weisen die meisten Destinations-Websites genau hier enorme Lücken auf. Egal, wo ich bisher Urlaub gemacht habe, vor Ort fand ich immer eine Vielzahl von Prospekten und Broschüren diverser Tierparks, Spaßbäder, Freizeitparks und anderer Attraktionen. Im Internet sind diese Informationen oft nur sehr spärlich vorhanden, was schade ist, da sich über 60 % der Bevölkerung mittlerweile im Internet über Urlaubsziele informieren.

Für uns noch unverständlicher ist es, dass mehrere Herrschaften abwinkten und sagten, sie wollen erstmal den Relaunch ihrer Site abwarten. Auf unsere Antwort, dass es aber doch gerade jetzt sinnvoll sei, beim Relaunch gleich den Blog zu integrieren, erhielten wir zögerlich Zustimmung.

Insgesamt fanden wir unseren Messe-Tag sehr angenehm. Wir haben viele sympathische Gesichter hinter Telefon-Stimmen und E-Mail-Adressen kennengelernt und auch einige interessante neue Kontakte geknüpft. Wir wissen jetzt besser, was unseren Ansprechpartnern Sorgen bereitet und Stress verursacht. Da wir von unserem Produkt, dem Blog für das Tourismus-Marketing, so überzeugt sind, können wir hoffentlich zukünftig noch besser vermitteln, dass wir sogar einige dieser Stressfaktoren abbauen können.

Februar 15th, 2009 | Author: Petra

Die kanadische Stadt Montreal wird ihr Marketing-Budget für 2009 ausschließlich online ausgeben. 20 % des Etats wird in Social Media Dienste gesteckt, die zwar wenig kosten, aber personalintensiv sind (z. B. Twitter und Blogs). Eine große Summe wird ins Suchmaschinenmarketing gesteckt.

Ob es wohl in Deutschland auch bald soweit kommt? Obwohl im Jahr 2006 63 % der Deutschen angaben, sich online über Reisen zu informieren, reagieren deutsche Tourismus-Unternehmen nur sehr zögerlich.

Ich recherchiere jede Woche mehrmals auf Webseiten deutscher Destinationen und Freizeitdienstleister (Ferienregionen, Museen, Freizeitparks usw.). Dass mal ein RSS-Feed angeboten wird ist eine absolute Seltenheit. Newsletter werden meistens angeboten, aber man hat fast nie die Möglichkeit, einen Probe-Newsletter einmal anzuschauen, geschweige denn ein ganzes Archiv. Wenn ich sie dann blind abonniere bekomme ich meistens Übernachtungspakete - Informationen, die ich gar nicht brauchen kann.

Da ich derzeit hauptsächlich nach Zielen für Familien suche, erstaunt es mich besonders, dass diese Zielgruppe auf den Websites oft gar nicht explizit angesprochen wird - dabei meine ich, es müsse sich hier um eine recht große Zielgruppe handeln?! Wenn eine Destination dann doch einmal eine Rubrik für Kinder oder Familien auf der Website hat, findet sich manchmal nicht mehr als ein auf Familien spezialisiertes Hotel mit Streichelzoo, ein Tierpark und ein Indoor-Spielplatz. Dagegen war ich noch nie irgendwo im Urlaub, ohne vor Ort eine Riesensammlung von Prospekten und Faltblättern zu unzähligen Ausflugszielen gefunden zu haben, von denen meiner Schätzung nach mindestens zwei Drittel auch kindertauglich sind. Warum gibt’s das denn nicht im Netz?

Während also Montreal nur noch online Marketing betreibt und in Österreich diverse Destinationen und Hoteliers bloggen und twittern, werden in Deutschland die allermeisten Blogs zum Thema Reise/Tourismus/Freizeit von Privatpersonen geschrieben. In den Top 100 Firmenblogs ist zur Zeit nur ein einziges aus dem Bereich Tourismus vertreten.

Die deutschen Tourismus-Regionen stellen Websites ins Netz, die einander aufs Haar gleichen, oft nur minimale Informationen anbieten, neue Techniken übersehen (naja, RSS-Feeds gibts jetzt auch schon ein paar Jährchen, so neu sind die gar nicht!)  und unglaublich selten aktualisiert werden. Weder hat man den Eindruck, dass sie auf eine bestimmte Zielgruppe hin erarbeitet wurden, noch dass sie suchmaschinenoptimiert sind. Sie sind Stiefkinder, die nur in Auftrag gegeben wurden, weil man ja irgendwie im Internet vertreten sein muss.

Februar 13th, 2009 | Author: Petra

Die Rockband Radiohead machte es vor: Sie stellte ihr Album zum Download ins Netz und man durfte bezahlen, so viel man wollte - auch nichts. Im Schnitt zahlten die Downloader knapp 4 US Dollar. Das ist nicht die Welt, aber anschließend kam das Album dann ja doch noch in die Läden und da hatte bereits die ganze Welt über Radiohead geredet. Die CD wurde in diversen Ländern Nr. 1 in den Verkaufscharts.

Das können wir auch, dachten die Marketing-Leute des neuen Ibis-Hotels in Singapur und texteten auf ihrer Website: “Pay what you want!”  Gut, bei ihnen funktioniert das etwas anders - man muss möglichst schnell auf ein Hotelzimmer bieten und darf, wenn man der erste war, zu diesem Preis im Hotel wohnen. Außerdem gibt’s diverse Gewinnspielchen und viele Leute hinterlassen dort ihre E-Mail-Adresse - das ist ja auch schonmal ein guter Start. Drüber geredet wird sicherlich!

Marketing-Aktion des Ibis Singapur

Marketing-Aktion des Ibis Singapur

http://paywhatyouwant.com.sg

Februar 04th, 2009 | Author: Petra

Jobanzeige Queensland Inselranger

Jobanzeige Queensland Inselranger

Besser geht’s nicht, DAS ist perfektes Marketing. Der australische Bundesstaat Queensland schaltete weltweit Job-Anzeigen. Der sogenannte Inselranger der Trauminsel Hamilton im Great Barrier Reef soll Persönlichkeit haben, Spaß am Umgang mit anderen Personen und er soll möglichst viel unternehmen, um die Insel kennenzulernen. Darüber führt er dann ein Foto- und Video-Tagebuch. Entlohnt wird das halbe Jahr umgerechnet mit gut 75.000 EUR, luxuriöser Unterkunft und einem Buggy, mit dem man auf der Insel herumfahren kann.

Kaum war die Anzeige geschaltet, brach der Server der nur für diesen Job geschalteten Website zusammen. Innerhalb von zwei Tagen besuchten 800.000 Interessenten die Seiten - rund 40 Zugriffe pro Sekunde. Bis heute liegen 8.000 Bewerbungen vor.

Alle Zeitungen berichteten über diese Aktion und schon ist Queensland in aller Munde. Da haben sich die 150.000 australischen Dollar jetzt schon gelohnt, die der Inselranger bekommen soll. Elf Kandidaten für den Job werden im Mai nach Hamilton Island eingeladen. Am 1. Juli beginnt der Job und mit Sicherheit werden wir dann in den Medien der Welt noch viel mehr über Queensland und das schöne Hamilton Island lesen.

http://www.islandreefjob.com

Februar 01st, 2009 | Author: Petra

FastenYourSeatbelts.at

FastenYourSeatbelts.at

Auf ihrer Website passionpr.at hält die österreichische Trainerin Karin Schmollgruber eine nette Sammlung von interessanten Texten für Touristik-Spezialisten bereit.

Sie berät dort Hoteliers, wie sie Bewertungsportale besser nutzen können, beschreibt eine Irr-Reise durch die Untiefen der Dresdener Website, interviewt bloggende Hotelbesitzer und vieles mehr:
http://www.passionpr.at/web20hotel20.html

http://www.passionpr.at/Web-20-Travel-20-Destinationsmarketing.html

Nach der Lektüre ist der findige Marketing-Mensch schon einen Schritt weiter auf dem mühsamen Weg zum Web 2.0 oder gar 3.0, wie manche schon sagen.

Außerdem führt die Wienerin ein spannendes Blog, zu finden unter:
http://www.fastenyourseatbelts.at/
Das habe ich auch schon in die Blogroll aufgenommen.